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Nachhaltige Antriebslösungen für Nutzverkehr: Cellcentric startet Pilotfertigung für Brennstoffzellen in Baden-Württemberg

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Esslingen - Mit dem Joint Venture Cellcentric wollen Daimler Truck und Volvo die Brennstoffzellentechnik für die Mobilitätswende im Schwerlast- und Speditionsverkehr voranbringen. Am Standort Esslingen-Pliensauvorstadt haben die Unternehmen mit dem Start der Pilotfertigung für Brennstoffzellensysteme jetzt einen Meilenstein für den klimaneutralen Transport erreicht.

Während bei Pkw batteriebetriebene Elektrofahrzeuge den Trend setzen, spielt bei Nutzfahrzeugen die Brennstoffzelle eine wichtige Rolle im Rahmen der Verkehrswende. Cellcentric hat in Baden-Württemberg jetzt die Pilotfertigung für Brennstoffzellensysteme gestartet. Damit hat das Unternehmen einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Großserienfertigung gemacht.

Wichtiger Schritt zur CO2-neutralen Mobilität im Schwerlastverkehr
Cellcentric hat in der letzten Woche am Standort Esslingen-Pliensauvorstadt offiziell die Pilotfertigung für Brennstoffzellensysteme im Serienmaßstab gestartet. Zur Eröffnungsfeier am 20. Juni 2024 begrüßte Lars Johansson, Chief Commercial Officer und Chief Organizational Officer der Cellcentric GmbH & Co. KG zusammen mit weiteren Mitgliedern der Cellcentric-Führungsriege zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden sowie Wissenschaft und Forschung, darunter die baden-württembergischen Ministerinnen Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau) und Thekla Walker (Umwelt, Klima und Energiewirtschaft). Bis Ende des Jahrzehnts sollen hier Lösungen für mit Brennstoffzellensystemen betriebene Langstrecken-Trucks entstehen, die als Schlüsseltechnologie die nachhaltige Mobilitätswende im Schwerlast- und Speditionsverkehr voranbringen sollen.

Ziel von Cellcentric ist es, in Baden-Württemberg Antriebslösungen in Großserie zu entwickeln, zu bauen und weltweit zu vertreiben, die in der wettbewerbsintensiven Transportbranche die bestmögliche Total Cost of Ownership (TCO) erzielen. Darüber hinaus plant Cellcentric das gesamte System rund um Brennstoffzellensysteme - vom Produkt, über die Wartung bis zur Wiederverwertung am Ende des Lebenszyklus - abzudecken.

„Die Brennstoffzellen-Technologie ist eine inzwischen praxiserprobte Lösung für den emissionsfreien Langstrecken-Schwerlastverkehr. Bisher erfolgte jedoch keine Fertigung im industriellen Maßstab. Genau darin liegt aber der Schlüssel, um Skaleneffekte zu erzielen, die Total Cost of Ownership (TCO) zu optimieren und Cellcentric langfristig eine solide Wettbewerbsposition zu verschaffen“, so Johansson.

Brennstoffzellensysteme für nachhaltigen Schwerlastverkehr auf dem Weg zur Großserienfertigung
Cellcentric verfügt mit der modernen Fertigungsstätte Esslingen-Pliensauvorstadt über den idealen Standort für die Produktion von Brennstoffzellensystemen. Den mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen zirka 10.300 Quadratmeter Produktions- und Logistikfläche sowie Büro- und Verwaltungsräume zur Verfügung.

Cellcentric wird im nächsten Schritt die notwendigen Fertigungsprozesse an dem Standort etablieren, um den Großserienanlauf von Brennstoffzellensystemen in hoher Fertigungstiefe vorzubereiten. Dank Komplettproduktion unter einem Dach und hohem Automatisierungsgrad erwartet das Unternehmen zudem eine hervorragende Wertschöpfung, die eine langfristig stabile wirtschaftliche Entwicklung sicherstellt.

Brennstoffzellen-Ökosystem über die Lebensdauer der Produkte hinaus
Cellcentric will über die Entwicklung und die Produktion der Brennstoffzellensysteme für den Schwerlastverkehr hinaus ein komplettes Ökosystem rund um die hochkomplexen Baugruppen etablieren. So werde sichergestellt, dass die Kunden nicht nur Produkte in einzigartiger Qualitätsgüte bekommen, sondern auch eine nahtlose Integration der Antriebslösungen in das Fahrzeugmanagement erhalten. Darüber hinaus soll ein umfassendes Servicepaket inklusive aller Wartungs- und Instandhaltungsdienste sicherstellen, dass für die Nutzer wartungsbedingte Standzeiten und unvorhergesehene Ausfälle auf ein Minimum reduziert werden, was in der Transportbranche ein wichtiges Kriterium für eine bestmögliche Auslastung der Fahrzeuge darstellt.

Schließlich plant Cellcentric in allen unternehmerischen Prozessen eine umweltfreundliche Rückführung der Brennstoffzellensysteme zum Ende des Lebenszyklus. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft zielt das Circular Economy Konzept des Unternehmens in vier Schritten auf einen möglichst schonenden Umgang mit Ressourcen, Materialien und Produkten. Dabei setzt das Unternehmen auf die Säulen Reuse, d.h. den Einsatz ausgedienter Brennstoffzellensysteme für andere Anwendungen mit leichterem Anforderungsprofil sowie Refurbishment, d.h. die Wiederaufbereitung für eine längere Lebensdauer. Des Weiteren stehen das Remanufacturing, also die komplette Überholung zum neuwertigen System, sowie die Rückgewinnung von Rohstoffen und deren Wiederverwendung in der Brennstoffzellen-Herstellung im Rahmen von Recycling-Prozessen auf der Agenda.

Die Eröffnung der Pilotfertigung in Esslingen soll nach Angaben von Cellcentric nicht den Endpunkt der Großserienproduktion darstellen, sondern die Blaupause für den nächsten Schritt bilden. Am Standort Weilheim in Baden-Württemberg werde das Unternehmen in den kommenden Jahren die Industrialisierung und Skalierung der Herstellung von Brennstoffzellensystemen konsequent weiter vorantreiben, so Johansson.

© IWR, 2024


24.06.2024

 



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