IWES testet längstes Windenergie-Rotorblatt mit 83,5 Metern
Rotordurchmesser von 171 Metern
Der Prototyp des riesigen Rotorblattes, dass nun vom IWES getestet werden soll, wurde von der dänischen Firma SSP Technology gefertigt. Eine Windenergieanlage mit diesen Rotorblättern erreicht einen Rotordurchmesser von 171 Metern und kann somit mehr Volllaststunden erzeugen. Rotorblätter sind im Betrieb millionenfachen Lastwechseln durch Änderungen der Windgeschwindigkeit und -richtung ausgesetzt, so dass höchste Anforderungen an das Material gestellt werden. Im Fraunhofer IWES weiterentwickelte Prüfmethoden liefern innerhalb weniger Monaten verlässliche Aussagen über die Belastbarkeit.
Trend zu wachsenden Rotordurchmessern
Wenn die Ergebnisse der anstehenden Prüfungen in Bremerhaven überzeugend sind, kann die Serienfertigung beginnen. Dann könnten sich bereits 2013 in Korea Prototypen der neuartige 7-MW Offshore-Anlagen mit diesen Rotorblättern drehen. Aufgrund der schnell wachsenden Rotorblattlängen habe sich die Investition von 11 Mio. Euro in eine Prüfhalle für sehr große Rotorblätter, insbesondere im Offshore-Bereich, als strategisch richtig erwiesen, so die Auffassung des IWES. "Wir sind froh, dass wir uns bereits vor sechs Jahren für den Bau von so großen Prüfständen entschlossen haben und dabei durch das Land Bremen, das BMU und die EU unter-stützt wurden, auch wenn wir damals nicht schon 2012 mit Blättern von über 80 Metern Länge gerechnet haben", erklärt Falko Bürkner, Technischer Abteilungsleiter Prüfstände am Fraunhofer IWES.
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