Biogas: Markteinbruch fällt drastisch aus
Beschäftigtenzahl könnte um 25 Prozent sinken
Was den deutschen Markt derzeit noch einigermaßen rentabel mache seien die Anlagenerweiterungen. Becker erwartet einen Rückgang der Beschäftigtenzahl um 25 Prozent. Die Gründe für den Markteinbruch sieht der Fachverband Biogas vielschichtig. „Das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2012) hat der Biogasbranche eher geschadet als dass es neue Impulse setzen konnte“, bedauert Pellmeyer. Die neu eingeführte Leistungsklasse bis 75 Kilowatt habe die Erwartungen bislang nicht erfüllen können. Zudem habe die rechtliche Besserstellung großer Biomethananlagen auf diesem Markt eine spürbare Trendwende hin zu mehr Biomethaneinspeisung ins Erdgasnetz gebracht. Außerdem seien zahlreiche Genehmigungs- und Sicherheitsauflagen ein Hindernis, da sie den Bau neuer Anlage immer häufiger unrentabel machten. Auch die derzeit steigenden Substratpreise lassen Projekte nach Angaben des Fachverbandes unwirtschaftlich werden.
Neue Studie: Niedersachsen und Bayern bei installierter Leistung führend
Das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe e.V. hat im Rahmen der fünften Biogasinventur im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz und des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung den aktuellen Anlagenbestand ausgewertet. So sind in Niedersachsen aktuell 1.405 überwiegend landwirtschaftliche Biogasanlagen in Betrieb, die über eine installierte elektrische Leistung von 743 MWel verfügen. Damit nehme Niedersachsen mit Bayern bundesweit eine Führungsrolle ein.
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