Verband: Brennholz-Knappheit ist Panikmache
Lokale Engpässe sind möglich
Der HKI räumt allerdings ein, dass lokal Engpässe bei der Holzversorgung gerade in den Ballungsgebieten möglich seien. In einem solchen Fall springe jedoch das Umland ein. Die Angst, dass das Holz knapp würde, sei hingegen in Anbetracht wachsender Wälder unbegründet. Der Verband verweist zugleich auf die positiven Effekte der hohen Nachfrage- und Preissituation. Durch einen verstärkten Brennholzkauf könne der Umbau der Wälder weg von der Monokultur schneller vonstattengehen. Auch der gestiegene Preis könne positive Effekte für die Umwelt haben. Dieser setze Anreize, Verbrennungsprozesse zu optimieren, was wiederum die Emissionen senken würde.
AGR: Stadtforstämter stehen vor Versorgungsengpässen
Der HKI reagiert mit seiner Stellungnahme auf Berichte, die auf eine Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR) unter mehreren Stadtforstämtern zurückgehen. Diese Umfrage hat ergeben, dass die Ämter den stark angestiegenen Brennholz-Bedarf kaum abdecken könnten. Nach Untersuchungen des Zentrums für Holzwirtschaft der Universität Hamburg sei zudem der Holzverbrauch in privaten Haushalten innerhalb von neun Jahren von elf auf 34 Millionen Kubikmeter gestiegen. Mehr als jeder vierte deutsche Haushalt nutze laut AGR Scheitholz, Hackschnitzel oder Holzpellets zum Heizen. Viele davon seien sogenannte "Gelegenheitsbrenner", die ineffiziente Kaminöfen aus dem Baumarkt besitzen. Die Kapazitätsgrenze des in Deutschland verfügbaren Holzes sei erreicht, so die Feststellung der AGR.
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