Bundesregierung setzt auf eingeschränktes Fracking
Eigengasversorgung mit hohen Umweltbelastungen hebt Importabhängigkeit nur temporär auf
Schätzungen zufolge könnte die zur Verfügung stehende Schiefergasmenge ausreichen, um die Versorgung in Deutschland mit Erdgas über einen Zeitraum von etwa 13 Jahren zu decken. Dem stehen große Umweltgefahren gegenüber. Umweltexperten befürchten eine Belastung des Grundwassers mit Chemikalien und Metallen, die auch zu einer Verseuchung des Trinkwassers führen kann. Zudem wird auch die verfahrensbedingte Initiierung von Erbeben nicht ausgeschlossen.
Wird russisches Erdgas zeitweise durch Fracking-Gas ersetzt?
Der Einstieg in die Fracking-Technologie könnte die Importabhängigkeit beispielsweise von russischem Erdgas reduzieren und würde Deutschland damit für eine Zeit lang mehr Gestaltungsspielraum bei der Energieversorgung bieten. Russisches oder norwegisches Erdgas könnte eine begrenzte Zeit durch heimisches Fracking-Gas ersetzt werden. Per Saldo stellt sich aber die Frage, ob die temporäre Unabhängigkeit von Erdgas aus dem Ausland angesichts der Umweltgefahren und der unklaren Rahmenbedingungen für die Versorgung in der Post-Fracking-Ära den heutigen Einstieg in die umstrittene Fracking-Technologie rechtfertigen kann.
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