Drohende EEG-Kürzungen: Neue Betreiber-Vereinigung gründet sich
Interessenvertretung der Betreiber gegenüber der Politik
Vor allem die sich ständig ändernde Rechtslage um das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) und die starke Verunsicherung der Bürger durch die aktuelle politische Diskussion hätten die Gründer zum Handeln gedrängt, teilt der neue Club mit. Die nächsten Schritte bestünden darin, die Vereinsstrukturen weiter aufzubauen, den Internetauftritt zu erweitern und erste konkrete Angebote zu formulieren. Der Club soll die Betreiber vor Risiken schützen, die durch den Betrieb der Anlagen entstehen. Ganz besonders will der Club die Zusammenarbeit seiner Mitglieder fördern und zu diesem Zweck eine starke Basis und dezentrale Vernetzung aufbauen. Der Club versteht sich auch als Interessenvertretung der Betreiber gegenüber der Politik und will bei der Gestaltung von Vorschriften und Normen mitwirken. Dabei arbeitet er partnerschaftlich mit den Verbänden der Erneuerbaren Energien und der Solarbranche zusammen für eine konsequente Energiewende.
Aktuelle EEG-Reformvorschläge sehen auch Kürzungen im EEG-Anlagenbestand vor
Nach den Mitte Februar von Umweltminister Peter Altmaier (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) vorgelegten Plänen zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) soll auch die Vergütung für bestehende Wind-, Solar-, Bioenergieanlagen usw. gekappt werden. Neben weiteren Maßnahmen ist danach bei den Bestandsanlagen eine für ein Jahr befristete Kürzung der EEG-Vergütung um 1,5 Prozent vorgesehen. Dieser Einschnitt würde alle Anlagen betreffen, die vor August 2013 in Betrieb genommen wurden. Zudem soll bei bestehenden Biogas-Anlagen der Güllebonus wegfallen. Der Vorschlag der beiden Minister wurde bereits von vielen Seiten angegriffen. Vertreter von Bund und Ländern sollen nun bis März 2013 in einer Arbeitsgruppe nach einem konsensfähigen Kompromiss finden.
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