Meyer Burger meldet Umsatzeinbruch und plant Kapitalerhöhung
Maßnahmen zur Kostensenkung umgesetzt
Aufgrund von massiven Überkapazitäten in der Solarzellen- und Solarmodulherstellung in den vergangenen Jahren und weniger Bestellungen von neuem Produktionsequipment war Meyer Burger gezwungen, substanzielle Kostensenkungsmaßnahmen durchzuführen. Durch die eingeleiteten und größtenteils bereits 2012 umgesetzten Maßnahmen sollen ab 2013 rund 50 - 60 Mio. CHF (ca. 40 - 50 Mio. Euro) eingespart werden. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten 22 Prozent der Vollzeitstellen und 188 Teilzeitstellen gestrichen werden. Der sonstige Betriebsaufwand wurde sich auf 104 Mio. CHF (ca. 86 Mio. Euro) reduziert.
Meyer Burger erwartet Markterholung
Um die Bilanz und Liquidität der Gruppe zu stärken, hat der Verwaltungsrat beschlossen, auf der Generalversammlung eine Kapitalerhöhung für einen Mittelzufluss von 150 Mio. CHF (ca. 123 Mio. Euro) brutto zu beantragen. Ein Bankensyndikat hat sich verpflichtet, sämtliche neuen Aktien, die im Rahmen dieser Kapitalerhöhung ausgegeben werden, unter Vorbehalt von marktüblichen Bedingungen fest zu übernehmen. Insgesamt geht Meyer Burger davon aus, im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz in der Größenordnung von rund 400 Mio. CHF (ca. 330 Mio. Euro) zu erreichen. Beim Auftragseingang erwartet das Unternehmen aufgrund der sich abzeichnenden Markterholung eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr 2012. Die Aktie des Schweizer Unternehmens fällt im heutigen Handel bislang um 7,5 Prozent auf 4,96 Euro (Stand 14:05 Uhr).
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