dena-Studie fordert neue Biokraftstoffe
Energiewende auf der Straße ohne Königsweg
"Für die Energiewende im Straßenverkehr gibt es keinen Königsweg. Der Straßenverkehr der Zukunft zeichnet sich durch einen Mix aus Antrieben und Kraftstoffen aus", sagte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Für das kommende Jahrzehnt sollten wir nachhaltig produzierte flüssige Biokraftstoffe der zweiten Generation gezielt zur Marktreife bringen, der Erdgas- und Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen und die Effizienz von Motoren und Antrieben noch weiter verbessern." Insgesamt steige die Verkehrsleistung auf der Straße weniger stark als bisher prognostiziert, da vor allem das Wachstum im Güterverkehr schwächer ausfalle als bislang angenommen. Der Dieselanteil erhöht sich demnach dennoch bis 2025 von heute 57 auf bis zu 76 Prozent. Umso wichtiger sei es, die Energieeffizienz auch bei konventionellen Antrieben und Kraftstoffen weiter zu erhöhen.
Innovative Biokraftstoffe im Fokus
Die dena empfiehl zudem innovative flüssige Biokraftstoffe wie hydrierte Pflanzenöle oder synthetischen Biodiesel weiter zu erforsch bzw. großtechnisch zu erproben und zur Marktreife zu bringen. Die Vorteile lägen in der vollständigen Kompatibilität mit herkömmlichen Motoren und Antrieben und im geringeren Flächenverbrauch der Produktion. Für die Nutzung von Biomethan in Erdgasfahrzeugen geht die dena davon aus, dass im Jahr 2025 hingegen ausreichende und nachhaltig produzierte Kapazitäten zur Verfügung stehen werden. Auch Potenziale von Kraftstoffquellen jenseits der Biomasse gelte es stärker als bisher auszuschöpfen. So könne die synthetische Wasserstoff- und Methanerzeugung mittels des Power-to-Gas-Verfahrens eine weitere wichtige Kraftstoffquelle darstellen. Zugleich soll der Pfad der Elektromobilität konsequent weiterverfolgt werden.
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