Trotz Fracking: USA bauen 2012 mehr Windenergie-Leistung als Gaskraftwerke
Fracking-Euphorie in den USA ebbt ab
Dabei ist das Fracking in den USA genau wie in Deutschland nicht unumstritten. Sowohl das Fracking als auch die wieder wachsende Ölförderung im Golf von Mexiko stehen wegen der Umweltgefahren in der Kritik. Zudem wird die Fracking-Euphorie in den Vereinigten Staaten Medienberichten zufolge neuerdings dadurch gedämpft, dass große Teile des Gases zu gängigen Marktpreisen gar nicht gewinnbringend zu Tage gefördert werden können. Möglicherweise seien zudem die Mengen des mit Fracking zu gewinnenden Gases nicht groß genug, um die USA nachhaltig zu einer deutlichen Verbesserung der Importunabhänigigkeit zu führen. Beim Fracking wird in technischen Tiefbohrungen eine Flüssigkeit eingepresst, um im Reservoirgestein Risse zu erzeugen, so dass die im Gestein lagernden Öl- oder Gasvorräte erschlossen werden können. In der Kritik steht vor allem der Einsatz der flüssigen Chemikalien und deren Auswirkungen auf die Umwelt und das Trinkwasser.
Deutschland verschiebt Fracking-Gesetz
In Deutschland hat die Regierung in dieser Woche die Entscheidung über einen Gesetzesvorschlag zum Fracking vertagt. Vor allem Unionspolitiker haben sich für ein Moratorium ausgesprochen, bis diese Technik ohne umweltgefährdende Chemikalien auskomme. Auch hierzulande sehen Experten in der Fracking-Technologie nur vorübergehend ein Potenzial. Es sei zwar möglich, russisches oder norwegisches Erdgas für eine begrenzte Zeit durch heimisches Fracking-Gas zu ersetzen. Die zur Verfügung stehende deutsche Schiefergasmenge würde aber lediglich ausreichen, um die Versorgung in Deutschland mit Erdgas über einen Zeitraum von etwa 13 Jahren zu decken.
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© IWR, 2013
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