Freier Ökostrom soll Integration erneuerbarer Energien fördern
Zusätzliche Integration von fluktuierenden erneuerbaren Energien
Bei seiner Wirkung für den weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien verliere der freiwillige Ökostrommarkt allerdings an Einfluss. Die Förderwirkung durch das EEG sei ungleich größer. Insofern besteht laut EnergieVision seitens der Verbände und der Anbieter im freiwilligen Ökostrommarkt weitgehendes Einvernehmen über die Notwendigkeit, Ökostrom um Konzepte für Zusatznutzen weiter zu entwickeln, welche die Energiewende deutlich voran bringen und beschleunigen. Zu den diskutierten Ansätzen gehört u.a. ein Engagement zur zusätzlichen Integration von fluktuierenden Erneuerbaren Energien (FEE) in den Markt und in das Netz. Die Maßnahmen hierfür reichen von Speichern bis zum sog. Demand-Side-Management, der Nachfragesteuerung von netzgebundenen Dienstleistungen.
Veit Bürger: Neue Kriterien für Ökostrom notwendig
"Die Energiewende steht mit dem starken Ausbau von Wind- und Solaranlagen vor neuen Herausforderungen, zu denen der freiwillige Ökostrommarkt auch in Zukunft einen positiven Beitrag leisten sollte", sagt Veit Bürger, stellvertretender Bereichsleiter Energie und Klima am Öko-Institut und Vorstand des EnergieVision e.V. Eines lasse sich aus den Zwischenergebnissen deutlich ablesen, so Bürger weiter: "Wir brauchen neue Kriterien für Ökostrom, die weiter gehen als die Förderung des Ausbaus, und wir brauchen einheitliche Kriterien, die den Stromkunden deutlich machen, was sie mit dem Bezug von Ökostrom bewirken können." Da das Produkt "Ökostrom" weder geschützt noch klar definiert ist, gibt es bislang eine Vielzahl von Angeboten, die nach Ansicht von EnergieVision oftmals nicht halten, was sie versprechen.
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