Schmelzende Gletscher: Meeresspiegel könnte bis zu vier Meter steigen
Zudem zeigt eine weitere Studie der Universität von Washington ähnliche Ergebnisse. Deren Autoren befürchten aufgrund einer möglichen Kettenreaktion, dass der Meeresspiegel weltweit um bis zu drei oder vier Meter steigen könnte.
Nasa-Studie: Thwaites-Gletscher erheblich für Meeresspiegel-Anstieg verantwortlich
Die von Nasa und der Uni Kalifornien erstellte Studie zeigt mittels 40-jähriger Beobachtung des in den Amundsen-See mündenden Thwaites-Gletschers, dass dieser in einem Stadium des unumkehrbaren Rückzugs sei. Dies sei vor allem durch Veränderung der Fließgeschwindigkeit und der Veränderung des Geländes unterhalb des Gletschers zu begründen. Bereits jetzt verliert der Gletscher mehr Eis als die gesamte grönländische Eisplatte und trägt damit erheblich zum Anstieg des Meeresspiegels bei. Der Gletscher würde genug Eis enthalten, um den Meeresspiegel um bis zu 1,20 Meter ansteigen zu lassen, heißt es. Das Team um Nasa-Wissenschaftler Eric Rignot nutzte Daten von Satelliten, Flugzeugen, Schiffen und Untersuchungen des sogenannten Schelfeises.
Studie der Uni Washington: Gletscher schmelzen in 200 bis 1.000 Jahren
Eine Studie der Universität von Washington unter der Leitung von Ian Joughin hat sich mit dem gleichen Thema befasst und kam auf ähnliche Ergebnisse. Sie nutzten detaillierte Topographiekarten und Computersimulationen, um zu zeigen, dass der Zusammenbruch anscheinend schon begonnen hat. Die komplette Schmelze des Gletschers würde zu einen Meeresspiegel anstieg von bis zu 60 Zentimeter führen. Durch das Schmelzen des Thwaites-Gletschers könnte es vor allem aber auch zu einer Kettenreaktion kommen, da daran anschließende Eisplatten bislang vom Thwaites-Gletschers vor dem Schmelzen bewahrt werden. Die gesamte anschließende Eisplatte habe genug Eis, um den Meeresspiegel weltweit um drei bis vier Meter anzuheben. Die Forscher meinen, dass das Schmelzen des gesamten Gletschers durch eine Temperaturerhöhung möglich sei. Sie rechnen damit in den nächsten 200 bis 1.000 Jahren.
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