Petersberger Klimadialog: Hendricks und Müller stellen neue Partnerschaft für Entwicklungsländer vor
Initiiert wurde die Umsetzungs-Partnerschaft gemeinsam vom Umweltministerium (BMUB) und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) mit dem World Resources Institute (WRI). Sie soll Entwicklungsländer dabei unterstützen, ihre Klimaschutzpläne zu konkretisieren und umzusetzen.
Sekretariat in Washington und Bonn
Bestehende Klima- und Entwicklungsziele sollen zusammengeführt und die unterschiedlichen Geberprogramme besser aufeinander abgestimmt werden. Offiziell starten soll die Partnerschaft auf der Klimakonferenz in Marrakesch im November dieses Jahres. Die Partnerschaft wird aus Entwicklungsländern, Geberländern, institutionellen Partnern und NGOs bestehen. Die Mitgliedschaft steht allen Ländern offen. Um den Aufbau der Partnerschaft zu unterstützen, werden BMZ und BMUB den Aufbau eines Sekretariats in Washington und Bonn finanzieren. Beide Ministerien werden ihre Klimaschutzprojekte zudem noch stärker an der Umsetzung der Pariser Klimaschutzbeiträge ausrichten.
Zugang zu passender Klimaschutz-Beratung von Entwicklungsländern organisieren
Zu den konkreten Aufgaben der Umsetzungs-Partnerschaft gehört es, den schnellen Zugang zu guter Beratung von Entwicklungsländern zu organisieren. Die Partnerschaft wird dabei auf dem Wissen und der Arbeit zahlreicher Organisationen, Initiativen und Plattformen aufbauen. Es soll auch eine Anlaufstelle geben, an die sich Entwicklungsländer mit konkreten Klimaschutz-Fragen wenden können – zum Beispiel zum Aufbau erneuerbarer Energien, nachhaltiger Stadtentwicklung, klimaresilienter Landwirtschaft. Außerdem soll die Partnerschaft dafür sorgen, dass die verschiedenen Geber in den Ländern bei der Paris-Umsetzung Hand in Hand arbeiten.
Entwicklungsländer bei Klimaschutzzielen unterstützen
Hendricks erklärte: "In Paris haben wir uns gegenseitig versprochen, den gefährlichen Klimawandel zu stoppen. Jetzt kommt es darauf an, die zugesagten Ziele auch einzuhalten und mit Leben zu füllen. Wir sind bereit, die Entwicklungsländer bei dieser Herausforderung zu unterstützen und unsere Erfahrungen zu teilen. Das soll unseren Partnerländern auch neue Entwicklungschancen geben. Ich glaube, dass diese Initiative ein wichtiges politisches Signal der nächsten Klimakonferenz in Marrakesch sein wird."
Müller: Klimawandel treibt Millionen Menschen in die Flucht
Müller stellte heraus, dass der Klimawandel Millionen Menschen aus den Dürreregionen Afrikas und den Küstengebieten Asiens in die Flucht treibe. Nur wenn alle gemeinsam wirksam den Klimaschutz voranbringen, könnte man eine Welt ohne Hunger und Armut schaffen. Das sei eine zentrale Herausforderung der Staatengemeinschaft im 21. Jahrhundert und die Voraussetzung für Frieden und eine gerechte und faire Globalisierung, so Müller.
© IWR, 2016
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