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2G Energy profitiert vom KI-Boom: Großauftrag für Rechenzentren treibt Wachstumsschub an

© 2G Energy AG© 2G Energy AG

Heek – Der stark steigende Energiebedarf von Rechenzentren und KI-Anwendungen entwickelt sich zunehmend zu einem neuen Wachstumsmarkt für flexible und dezentrale Energieversorgung. Davon profitiert nun auch die 2G Energy AG: Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben den größten Einzelauftrag seiner Unternehmensgeschichte erhalten.

Der Auftrag stammt von einem nordamerikanischen Kunden aus dem Rechenzentrumsbereich und umfasst containerisierte Energieversorgungsanlagen im unteren dreistelligen Megawatt-Bereich. Die Auslieferung soll ab der zweiten Hälfte 2026 beginnen und sich über mehrere Jahre erstrecken.

Rechenzentren werden neuer Wachstumstreiber
Mit dem Auftrag positioniert sich 2G Energy zunehmend im Markt für die Energieversorgung großer Data-Center-Infrastrukturen. Hintergrund ist der rapide steigende Strombedarf durch KI-Anwendungen, Cloud-Dienste und digitale Infrastruktur, der in vielen Regionen den Ausbau klassischer Stromnetze überholt.

Die Anlagen von 2G sollen dabei als eigenständige, containerisierte Energieversorgungssysteme eingesetzt werden und eine flexible sowie hochverfügbare Stromversorgung für Rechenzentren sicherstellen.

Das Unternehmen liefert nach eigenen Angaben containerisierte Energieversorgungssysteme. 2G entwickelt vor allem gasbetriebene und perspektivisch wasserstofffähige KWK-Anlagen für die dezentrale Strom- und Wärmeversorgung.

CEO Pablo Hofelich bezeichnete den Auftrag als „wichtigen strategischen Schritt“ und verwies darauf, dass der Ansatz von 2G im Bereich „Data-Center und KI ideal passt“.

Kapazitätserweiterung in Heek ermöglicht Großserienfertigung
Die ersten Lieferungen beginnen laut Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2026. Möglich werde die Umsetzung des Großauftrags durch frühzeitig ausgebaute Produktionskapazitäten am Standort Heek in Nordrhein-Westfalen.

CTO Frank Grewe erklärte, die Kapazitätserweiterung ermögliche es, „Großaufträge auch über eine Serienfertigung effizient abzubilden“. Gleichzeitig solle die „Flexibilität und Kapazität für weitere Kundenprojekte“ erhöht werden.

Nach Unternehmensangaben steht 2G bereits in Verhandlungen über weitere Projekte aus dem Rechenzentrumssegment im unteren dreistelligen Megawattbereich.

Ausblick: Prognosen für 2026 und 2027 angehoben
Mit dem Großauftrag erwartet der Vorstand für 2026 nun Konzernumsätze am oberen Rand der bisherigen Prognose von 440 bis 490 Mio. Euro. Für 2027 rechnet 2G mit einem Umsatzwachstum von rund 20 Prozent auf 570 bis 620 Mio. Euro.

Die EBIT-Marge soll dabei auf über 11 Prozent steigen. Für 2026 geht das Unternehmen allerdings davon aus, dass die Profitabilität vorübergehend durch einen höheren Anteil an Maschinenlieferungen sowie zusätzliche Kosten belastet wird.

Über die 2G Energy AG
2G Energy entwickelt und produziert KWK-Anlagen, Großwärmepumpen sowie containerisierte Energieversorgungssysteme für eine dezentrale Energieinfrastruktur. Das Unternehmen profitiert dabei zunehmend von der steigenden Nachfrage nach flexiblen Versorgungslösungen für Industrie, Rechenzentren und kritische Infrastruktur.

Mit weltweit mehr als 10.000 installierten Anlagen zählt 2G zu den etablierten Anbietern im Bereich dezentraler Energieversorgungssysteme.

© IWR, 2026


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