Windmarkt Frankreich: PNE veräußert Ready-to-Build-Windpark „Romescamps“ an JPEE
© PNE
Cuxhaven – Die PNE-Gruppe hat den Verkauf des Windparkprojekts „Romescamps" in Frankreich abgeschlossen. Käufer ist der französische Ökostromproduzent JP Energie Environnement (JPEE) – für PNE bereits die zweite Projekttransaktion mit diesem Partner. Neben Projektverkäufen baut PNE in Frankreich parallel auch ein eigenes Betriebsportfolio auf.
Frankreich zählt zu den Kernmärkten der PNE-Gruppe. Der Verkauf von „Romescamps" reiht sich in eine Serie ähnlicher Transaktionen im laufenden Jahr ein, mit denen PNE gezielt Projekte mit hoher Qualität und attraktiven Renditen realisiert. Laut Unternehmen befinden sich weitere Projekte in Frankreich bereits in fortgeschrittenen Entwicklungs- und Verkaufsphasen.
Ready-to-Build: Technische Optimierung steigert Ertrag
Der Windpark „Romescamps" liegt in der nordfranzösischen Region Hauts-de-France und umfasst drei Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 10,8 MW. Der Windpark ging aus der 10. französischen Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land hervor, bei der PNE gemeinsam mit dem Windpark „Chéry" den Zuschlag erhielt. PNE France führte das Projekt anschließend bis zum Status „Ready-to-Build" – also bis zur Baureife, einschließlich aller erforderlichen Genehmigungen – und optimierte dabei die Höhe der drei Windenergieanlagen, so dass bessere Windverhältnisse erschlossen und die erwartete Stromerzeugung des Projekts gesteigert werden konnte. Im Rahmen eines Project Development Agreements wird PNE France den Käufer nach dem Closing noch bei ausgewählten Entwicklungsschritten unterstützen. Es ist bereits der zweite Projektverkauf von PNE an JPEE in Frankreich. Bei der Transaktion wurde PNE von Alaïa Advisory beraten.
JPEE: Unabhängiger Ökostromproduzent aus der Normandie
Käufer JP Energie Environnement (JPEE) mit Sitz in Saint-Contest bei Caen ist ein 2004 gegründeter, familiengeführter Erzeuger erneuerbarer Energien. Das Unternehmen entwickelt, finanziert, baut und betreibt Wind- und Solarparks in Frankreich. Seit 2023 ist die staatliche Förderbank Banque des Territoires mit 34 Prozent an JPEE beteiligt. Mit dem Verkauf von „Romescamps" setzt PNE eine bestehende Partnerschaft fort: Bereits am 23. Oktober 2025 hatte PNE den Windpark „Clermont-en-Argonne" (14,4 MW) in der Region Grand Est an JPEE veräußert.
Entwickeln statt betreiben: PNEs Strategie in einem wachsenden Markt
„Der Verkauf von Romescamps bestätigt erneut die hohe Qualität unserer Projektentwicklung in Frankreich. Gleichzeitig zeigt die Transaktion, dass wir unsere Strategie konsequent umsetzen. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernmärkte und entwickeln gezielt Projekte mit hoher Qualität und attraktiven Renditen. Gemeinsam mit unseren Partnern leisten wir so einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien“, sagt Roland Stanze, COO der PNE AG.
Der Verkauf reiht sich in eine Serie ähnlicher Transaktionen im laufenden Jahr ein: 2026 hat PNE bereits den Windpark „Bokel" in Deutschland (43,2 MW), ein Windparkprojekt in Polen (72 MW) sowie ein Photovoltaik-Projekt in Polen (rund 40 MW) verkauft. Frankreich zählt für PNE zu den Kernmärkten. Laut PNE befinden sich weitere Projekte des Unternehmens im Land bereits in fortgeschrittenen Entwicklungs- und Verkaufsphasen.
Zum Stand der erneuerbaren Energien in Frankreich
Mit Stand Ende Dezember 2025 waren nach Angaben des französischen Übertragungsnetzbetreibers RTE (Réseau de Transport d'Électricité) in Frankreich Windkraftanlagen mit einer Leistung von rund 25.800 MW (davon rund 23.900 MW an Land und rund 1.900 MW auf See) sowie Solaranlagen mit rund 30.400 MW installiert; die Photovoltaik-Leistung übertraf damit erstmals die installierte Wasserkraftleistung von rund 25.700 MW. Bioenergie-Anlagen kommen auf eine installierte Leistung von rund 2.300 MW.
Im Jahr 2025 erreichte die Windstromproduktion auf der Grundlage einer IWR-Auswertung der Daten der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E in Frankreich rd. 48,5 Mrd. kWh (2024: 45,4 Mrd. kWh). Das ist ein Zuwachs um 6,8 Prozent. Deutlich kräftiger stieg die Stromerzeugung aus Solarenergie. Mit 30,2 Mrd. kWh Solarstrom wurde der Vorjahreswert (2024: 23,1 Mrd. kWh) um 30,7 Prozent übertroffen. Der hohe Zuwachs an Solarleistung führt zu Zeiten hoher Solareinspeisung derzeit bereits dazu, dass Atomkraftwerke gedrosselt und ihre Leistung flexibel angepasst werden müssen.
© IWR, 2026
08.07.2026

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