EWL, BET und Trianel forschen nach richtigem Strommarkt-Design
Sven Becker, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel GmbH, skizziert die grundlegende Herausforderung der Energiewende: "Die Energiewende erfordert einen Zubau hochflexibler Kraftwerkskapazitäten, um die fluktuierende Einspeisung aus Sonnen- und Windkraft auszugleichen. Denn nur so kann die Versorgungssicherheit für die Industrienation Deutschland gewährleistet werden". Das aktuelle Marktdesign der Merit-Order führe allerdings dazu, dass Investitionen in notwendige Kraftwerkskapazitäten tendenziell unwirtschaftlich seien, teilte Trianel in einer Meldung zum Forschungsprojekt mit. Das Zusammenspiel aus politisch gewollter Bevorzugung der Einspeisung erneuerbarer Energien und einem marktwirtschaftlich ausgerichteten Strommarkt stoße an seine Grenzen, wenn nicht gegengesteuert werde. "Das so entstehende energiewirtschaftliche Paradoxon muss aufgelöst werden", fordert Sven Becker.
Die Bundesregierung erwartet, dass rund 10 Milliarden Euro in den Bau von Kraftwerkskapazitäten investiert werden müssen, um den "Dreisprung" aus CO2-Reduzierung, Versorgungssicherheit und Umbau der Erzeugungskapazitäten umsetzen zu können. "Die Energiewende darf nicht im Blindflug gestaltet werden. Deshalb halten wir es für bedeutend, dass das BMU mit diesem Forschungsprojekt eine dezidierte Betrachtung von Markt und Gestaltungsmöglichkeiten in Angriff nimmt", so Sven Becker.
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