Umstrittenes Fracking beschäftigt NRW-Landtag
Wissenschaftler sehen hohes Gefährdungspotenzial
Nach Auskunft von Wirtschafts- und Umweltministerium im Ausschuss verwiesen die Naturwissenschaftler in dem vorliegenden Entwurf der Kurzzusammenfassung vor allem auf eine unvollständige Datenlage, was eine abschließende Bewertung verhindere. Jedoch gebe es deren Meinung nach ein hohes Gefährdungspotential. Man erwarte in wenigen Tagen die endgültige Version der Kurzfassung des Gutachtens. Diese werde jedoch - ebenso wie die spätere Langfassung - im Kern keine anderen Schlussfolgerungen beinhalten. "Fracking" ist eine Methode, die bei der Gewinnung von so genanntem unkonventionellem Erdgas eingesetzt wird. Dieses unterscheidet sich von konventionellen Vorkommen zum Beispiel dadurch, dass es in schwer durchlässigen Gesteinen vorkommt. Beim "Fracking" wird nach einer Bohrung Flüssigkeit in die Erde gepresst, um deren Durchlässigkeit zu erhöhen, so dass eine Gewinnung dieses speziell gelagerten Erdgases möglich wird.
Keine Genehmigungen vor dem Gutachten
Das Gutachten der Landesregierung, das im Dezember 2012 in Auftrag gegeben worden war, soll mögliche Gefährdungen insbesondere des Grundwassers durch die beim "Fracking" eingesetzten Chemikalien untersuchen und mögliche Kriterien für Bohrungen erarbeiten. Bis zur Vorlage des Gutachtens will die Landesregierung keine Genehmigungen für beantragte Vorhaben erteilen, so der Wirtschaftsminister im Ausschuss. Es sei denn, die Unternehmen erklärten vorab, auf das "Fracking" zu verzichten. Davon zu unterscheiden seien Erlaubnisse zur Erkundung möglicher Lagerstätten.
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