Bundespräsident Gauck überreicht Deutschen Umweltpreis an Solar-Experten
Ideen auch gegen Widerstände durchsetzen
Der Bundespräsident lobte vor rund 1.200 Festgästen - darunter Bundesumweltminister Peter Altmaier und Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich - die Leistungen der DBU-Umweltpreisträger und staunte, "was möglich wird, wenn Menschen Ideen haben und sich durchsetzen, auch gegen Widerstände". Dass Deutschland auf eine Zukunft mit erneuerbaren Energien setze, sei sicher eines der ehrgeizigsten Vorhaben in unserem Land. Aber es zeige sich, dass bei einem der ganz wichtigen Themen unserer Zeit die Versöhnung von Ökologie und Ökonomie in Gang gekommen sei.
Energiewende: Kosten des Nicht-Handelns
Auch wenn sich Deutschland von seinen industriellen Traditionen - Stahl, Automobilindustrie, Chemie und Elektroenergie - nicht trennen wolle, begebe sich das Land auf einen ehrgeizigen Weg. Mit Ingenieurskunst und gesellschaftspolitischem Weitblick könne Deutschland Vorreiter bleiben in Zukunftstechnologien, könne sich unabhängig von Ressourcen machen, die in Deutschland fehlten. Während die Energiewende im Ausland mit Spannung verfolgt werde, erzeuge sie im Inneren manchmal Spannung, Debatten, Kritik, Streit. Gemessen daran, was auf dem Spiel stehe, sei das normal. Aber wenn schon Streit, dann sollten nicht nur die Belastungen und Mühen des eingeschlagenen Wegs behandelt werden, sondern auch seine Chancen. Gauck: "Und übrigens auch die Probleme und Belastungen, die wir hätten, wenn wir diesen Weg nicht gingen. Wir wissen auch immer mehr über den Preis, die Kosten des Nicht-Handelns."
Weitere Nachrichten und Infos zum Thema
DBU zeichnet Cramer, Bett und Lerchenmüller mit Umweltpreis aus
Gauck: Energiewende kann nicht mit Planwirtschaft gelingen
Fakten und Mythen: Die Energiewende im Realitätscheck
Karriere in der Energiewirtschaft
© IWR, 2012
Pressemappen - mit Original-Pressemitteilungen



