Netzausbau: Deutsche Umwelthilfe moderiert Bürgerdialog in Schleswig-Holstein
Mehr Akzeptanz bei frühzeitiger Bürgerinformation
"Unsere Erfahrungen, insbesondere auch in Schleswig-Holstein, zeigen, dass große Infrastrukturvorhaben auf mehr Akzeptanz stoßen, wenn Bürgerinformation frühzeitig beginnt und Anregungen aufgenommen werden können. Unser Anspruch ist ein bürger- und wohnortnaher Dialog auf Augenhöhe", sagt Peter Ahmels, Leiter des Bereichs Erneuerbare Energien bei der DUH. Die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation hatte 2012 bereits fünf ähnliche Veranstaltungen entlang der künftigen Trasse im Auftrag der beiden Kreise Nordfriesland und Dithmarschen durchgeführt. Die Dialogreihe soll Bürgerinnen und Bürger schon vor Beginn des formalen Genehmigungsverfahrens über die konkreten Trassenplanungen informieren. "Es ist viel gewonnen, wenn im gemeinsamen Austausch am Ende eine bessere Planung zustande kommt. Entscheidungen für Infrastrukturprojekte, die auf Jahrzehnte zehntausende Menschen betreffen, kann man nicht über die Köpfe der Bevölkerung treffen", erklärte Ahmels.
Bürger können sich auch finanziell beteiligen
Die Landesregierung Schleswig-Holstein will zusammen mit dem Netzbetreiber TenneT den Bürgern auch die Möglichkeit geben, sich an der Finanzierung der geplanten Stromtrasse zu beteiligen. Der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sieht in dem bundesweit einmaligen Vorhaben einen Meilenstein, um die Energiewende im Land zügig umzusetzen. Um die Bürgerbeteiligung nicht durch Investoren aus der Wirtschaft zu gefährden, soll der Erwerb der Wertpapiere dabei allein Privatanlegern vorbehalten sein. Mit einer Mindestbeteiligung von voraussichtlich 1.000 Euro könnte die Beteiligung besonders für Kleinanleger aus der Region interessant sein. Dabei sollen Bürger, die unmittelbar vom Bau der Höchstspannungsleitung betroffen sind, bevorzugt werden.
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