Atomkraftwerk Gundremmingen bleibt weiter abgeschaltet
Stromversorgung im April gelingt weitgehend ohne 2.700 MW Kernenergie
Bereits seit mehr als drei Wochen sind damit Kernkraftwerke mit einer Brutto-Leistung von zusammen über 2.700 MW nicht am Netz, ohne dass diese Tatsache in der Öffentlichkeit näher diskutiert wurde. Seit dem 5. April wird nämlich auch das Kernkraftwerk Grohnde (Eigentümer: E.ON und Stadtwerke Bielefeld) aufgrund einer Revision unter die Lupe genommen. Diese Prüfung dauert noch voraussichtlich bis zum 9. Mai 2013 an. Die Stromversorgung in Deutschland hat trotz dieser Ausfälle keinen Schaden genommen. Engpässe in der Versorgung sind nicht eingetreten. Niedrige Strompreise an der Börse lassen im Gegenteil eher vermuten, dass ein hohes Angebot an Strom, nicht zuletzt aus erneuerbaren Energien, vorliegt.
Sommerzeit ist AKW-Revisionszeit
Von Frühling bis Herbst werden die noch verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland sukzessive für jeweils einige Wochen zu Revisions- und Wartungsarbeiten vom Netz genommen. Von Anfang April bis Ende Oktober 2013 sind es nur wenige Wochen, in denen sämtliche neun Atomkraftwerke gleichzeitig am Netz sind. Die Stromversorgung wird fast im gesamten Zeitraum sichergestellt, ohne dass alle Kernkraftwerke gleichzeitig Strom produzieren. Endgültig abgeschaltet werden die nächsten Atommeiler im Rahmen der Energiewende in den Jahren 2015 (Grafenrheinfeld) bzw. 2017 (Gundremmingen B). Spätestens bis Ende 2022 wird vollständig auf die Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung in Deutschland verzichtet.
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