Tiefengeothermie: Neuer Bohrsimulator soll Effizienz verbessern
Bohrtechnische Simulationen im Maßstab 1:1 machbar
"Hochinnovative Ansätze zur Bohrungserstellung können künftig mit Hilfe des Drilling Simulators zum Teil im Maßstab 1:1 ausgeführt und experimentell untersucht werden. Mit den Softwaremodulen, die im Simulator zusammengeführt werden, können thermische, hydraulische, mechanische und chemische Prozesse und deren Wechselwirkungen in Echtzeit simuliert und geplante Bohrungen bereits vorab virtuell erkundet werden", so der Projektleiter des Vorhabens, Professor Hans-Peter Beck. An der Tiefbohrversuchsanlage in Celle sollen nach Beginn der Aufbauphase 15 Wissenschaftler forschen, deren Stellen aus Landes- und Drittmitteln neu geschaffen werden. Für die wissenschaftliche Betreuung wird eine Professur Hochleistungsbohrtechnik und Bohrlochmodellierung an der Clausthaler Fakultät für Energie- und Wirtschaftswissenschaften eingerichtet.
Projekt-Gesamtvolumen von 10 Mio. Euro
Grundsätzlich stellt das Land Niedersachsen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund fünf Millionen Euro für den Bau des Testzentrums zur Verfügung. Aus Landesmitteln kommen noch einmal rund vier Millionen Euro hinzu, mit denen auch die wissenschaftliche Ersteinrichtung finanziert wird. Die TU Clausthal leistet einen zusätzlichen Eigenanteil von 700.000 Euro. Daneben unterstützen die Stadt Celle und der GeoEnergy e.V. den Aufbau des Forschungszentrums mit weiteren Mitteln.
Weitere Infos und Meldungen zum Thema
Geothermie-Zentrum Bochum stellt eigene Erdwärme-Anlage fertig
Stiebel Eltron weiht Logistikzentrum ein - Wärmemarkt schlafender Riese der Energiewende
Siemens-Stiftung gibt Millionen-Betrag für Geothermie-Professur
Geothermie-Bohrungen durch die Lupus AG Erdwärmetechnik
© IWR, 2013
Pressemappen - mit Original-Pressemitteilungen



