Grüne stellen Klimaschutzgesetz vor
Grüne: Reduktionsziel 2020 wird deutlich verfehlt
Nach Ansicht der Grünen droht das Reduktionsziel von 40 Prozent bis 2020 deutlich verfehlt zu werden. Diese Aussage wird auch vom Statusbericht zur Umsetzung des Integrierten Energie-Klimaschutzprogramms vom Bundesumweltamt aus dem Jahr 2011 gestützt. Im Jahr 2012 sind darüber hinaus aufgrund des Kohlebooms in Deutschland die CO2-Emissionen sogar um 1,6 Prozent angestiegen. Außerdem ist die Bundesregierung nach Ansicht der Grünen dafür verantwortlich, dass der Emissionshandel durch die geringen Preise für Verschmutzungsrechte derzeit wirkungslos ist. Mit dem Gesetz wollen die Grünen diese Entwicklung stoppen, um die Klimaschutzziele doch noch zu erreichen.
NRW nimmt Vorreiterrolle ein
Nordrhein-Westfalen (NRW) hat bereits im Januar 2013 das erste deutsche Klimaschutzgesetz mit gesetzlichen Klimaschutzzielen verabschiedet und nimmt damit deutschlandweit eine Vorreiterrolle ein. Das Bundesland muss nach dem Gesetz die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 25 Prozent und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent reduzieren. NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel (Grüne): "Klimaschutz ist keine Umwelt- und Naturromantik, sondern pure ökonomische Vernunft." Einer DIW-Studie zufolge würde ein ungebremster Klimawandel bis 2050 allein in NRW Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe verursachen.
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