Solar-Strafzölle: China spannt Solar-Rettungsschirm auf
Überproduktion und Preisverfall treffen auch chinesische Unternehmen
Die nun auch offiziell dokumentierten Maßnahmen der chinesischen Regierung sind eine Konsequenz der Einführung von Solar-Strafzöllen in den USA im Mai 2012 und in der EU im Juni 2013. Nachdem das US-Handelsministerium (Department of Commerce) Antidumpingzölle von 31,14 bis 249,96 Prozent auf chinesische Solarprodukte einführte und nun die EU mit einem Satz von zunächst 11,8 und ab August 47,6 Prozent nachzieht, könnte dies entsprechende Folgen für chinesische Solarunternehmen haben. Diese konnten im Jahr 2012 noch einen Exportumsatz im Umfang von rd. 21 Milliarden Euro erzielen. Angesichts der Überproduktion von Solarprodukten in den letzten Jahren und dem damit einhergehenden Preisverfall von Solarmodulen sind in der Vergangenheit viele Unternehmen der Branche unter dem hohen Margendruck in Schwierigkeiten geraten. Mehrere große Unternehmen in den USA und Europa mussten bereits Insolvenz anmelden und auch chinesische Firmen, wie bspw. Suntech Power stecken derzeit in finanziellen Schwierigkeiten. Anders als in China gibt es in Europa oder den USA jedoch keinen derartigen staatlichen Rettungsschirm für die Branche.
Weitere Informationen und Meldungen zum Thema:
EU-Solarzölle gegen China: Schwerer Fehler oder fällige Maßnahme?
USA beschließen Antidumpingzölle auf chinesische Solarprodukte von bis zu 250 Prozent
Regenerativer Aktienindex RENIXX World
Aktuelle Meldungen aus der internationalen Energiepolitik
© IWR, 2013
Pressemappen - mit Original-Pressemitteilungen



