Siemens-Studie: Suboptimale Standorte bei EE-Projekten kosten Milliarden
Optimierung der Kraftwerke: Gas statt Kohle
Um eine weitere Verbesserung der Energiesysteme zu erreichen, sollte neben einer optimaleren Standortwahl bei erneuerbaren Energien auch eine Effizienzsteigerung im Bereich der konventionellen Kraftwerke vorgenommen werden. Nach Angaben von Siemens liegen die durchschnittlichen Wirkungsgrade von Kohlekraftwerken in Europa bei etwa 38 Prozent. Bei dem Einsatz von modernen Anlagen wäre ein Anstieg auf 46 Prozent möglich. Als weiter Maßnahme wird ein vermehrter Einsatz von Gas anstelle von Kohle als Energieträger zur Stromerzeugung vorgeschlagen. Dadurch könnten sich allein in Europa 365 Mio. Tonnen CO2 einsparen lassen. Der Einsatz von Großkraftwerken zur Versorgung der Haushalte mit Strom für hocheffiziente Heizsysteme und der damit verbundene Verzicht auf fossile Brennstoffe ist laut der Studie ebenfalls effizienter als eine dezentrale Stromerzeugung mit geringeren Wirkungsgaraden.
Siemens auf fossile Energien und Windenergie fokussiert – Ausstieg aus dem Solarbereich
Siemens hat seinen Unternehmenssektor Energy derzeit in die Bereiche Fossil Power Generation, Oil & Gas, Power Transmission und Wind Energy aufgeteilt. Im gesamten Energy-Sektor erzielte der Konzern im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres, welches im September 2013 endet, einen Umsatz von 12,5 Mrd. Euro. Wichtigster Bereich ist dabei Fossil Power Generation mit einem Umsatzanteil von ca. 40 Prozent. Im Oktober 2012 hatte Siemens angekündigt, sich aus dem Geschäft mit der Solarenergie zurückzuziehen. Die Sparten Solarthermie und Photovoltaik sollten verkauft werden.
Weitere Informationen und Meldungen zum Thema:
Shell-Studie: Energiewende im Wohnungssektor stockt
Siemens-Stiftung gibt Millionen-Betrag für Geothermie-Professur
Firmenprofil von Siemens Energy
Weitere Meldungen aus der Forschung
© IWR, 2013
Pressemappen - mit Original-Pressemitteilungen



